Anleitung für Aussaaten

Wie geht die Aussaat ?

Aussaat-Tipps:

Was ist ein LICHTKEIMER ?

Ein Lichtkeimer wird auf die Substratoberfläche gesät, nur kurz mit der Hand leicht angedrückt  und nicht mit Erde abgedeckt.

Im Haus werden Saatschalen am Besten mit einer Glasplatte oder Folie bis zur Keimung abgedeckt, um die Feuchtigkeit durchgängig zu halten.

Diese Direkt-Aussaaten müssen im Freiland unbedingt regelmäßig und durchgängig feucht gehalten werden, da sonst die Erde an der Oberfläche abtrocknet und der Keimvorgang verhindert oder unplanmäßig vorzeitig beendet wird.

Durchgängig feucht halten bedeutet bei sonnigem, warmen Wetter im Freien mindestens 4-5 mal pro Tag gießen !

Erfolg bei der Aussaat von Lichtkeimern im Freiland ist die Summe von richtigen Bewässerungsvorgängen. 

Beispiele: Mohn, Fingerhut, Löwenmaul, Portulakröschen, Asarina, etc. 

 

 Was ist ein Dunkelkeimer ?

 Ein Dunkelkeimer wird hauchdünn mit Erde oder einem Jutesack bis zur Keimung vorsichtig abgedeckt.

Im Haus werden Saatschalen am Besten mit einer lichtundurchlässigen Platte bis zur Keimung abgedeckt, um die Feuchtigkeit und die Dunkelheit zu halten.

Diese Direkt-Aussaaten müssen im Freiland unbedingt regelmäßig und durchgängig feucht gehalten werden, da sonst die Erde an der Oberfläche abtrocknet und der Keimvorgang verhindert oder unplanmäßig vorzeitig beendet wird. Eine Abdeckung mit dem Jutesack muss mit Beginn der Keimung unbedingt wieder entfernt werden.

Durchgängig feucht halten bedeutet bei sonnigem, warmen Wetter mindestens 4 mal pro Tag gießen !

Erfolg bei der Aussaat von Dunkelkeimern im Freiland ist die Summe von richtigen Bewässerungsvorgängen.

 Beispiele: Stiefmütterchen, Hornveilchen, etc.   

 

 Was ist ein Kaltkeimer ?

 Ein Kaltkeimer wird dicht unter die Substratoberfläche gesät und mit der Hand leicht angedrückt. Die Keimtemperatur sollte bis zum Aufgang der Saat 10-15 °C betragen und nicht überschritten werden.

Im Kalthaus (unbeheiztes Gewächshaus) werden im April-Mai oder im September-Oktober Saatschalen am Besten mit einer Glasplatte bis zur Keimung abgedeckt, um die Feuchtigkeit zu halten.

Bei Direkt-Aussaat im Freiland muss diese unbedingt regelmäßig und durchgängig feucht gehalten werden, da sonst die Erde an der Oberfläche abtrocknet und der Keimvorgang verhindert oder unplanmäßig vorzeitig beendet wird.

Erfolg bei der Aussaat von Kaltkeimern im Freiland und im Kalthaus ist die Einhaltung der richtigen, niedrigen Temperatur.

Beispiele: Aquilegia, Delphinium, Limnanthes, Rittersporn, Nemophila, etc.

 

 Welche Aussaat-Erden verwendet man ?

 Ist Kompost zur Aussaat geeignet ? Nein, wenn es sich dabei um Kompost aus dem eigenen Garten handelt. Dieser eignet sich nicht für Aussaaten, da Kompost in der Regel unzählige Bakterien und Pilze beinhaltet, die eine Aussaat, speziell von feinen Samen zum Schimmeln bringen können.

Sind Torf-Quelltöpfe zur Aussaat geeignet ? Nein, da bei dem Quellvorgang der Weißtorftabletten, entweder zu viel oder zu wenig Wasser in den Quelltöpfen ist und daher einen geordneten Keimvorgang erschwert.

Ideal ist gute Aussaaterde aus dem Fachhandel oder die Einheitserde. Diese ist mit heißem Dampf behandelt und beinhaltet keine schädlichen Keime, die eine Aussaat beeinträchtigen können.
Außerdem ist es besonders wichtig, die Aussaatgefäße mit der ausreichenden, durchgängigen Feuchtigkeit ohne Staunässe zu versorgen.

Die Verwendung von gründlich gereinigten oder fabrikneuen Aussaatschalen oder Töpfen ist selbstverständlich.

 

 

 Hier finden Sie die empfohlenen Aussaat-Termine für unsere Saaten

 Einjährige Sommerblumen:

Vorkultur im Haus oder Gewächshaus: ab Februar bis Mitte Mai

Freilandaussaat von Mitte Mai bis Ende Juni direkt ins Beet

 Zweijährige Blumen: 

Vorkultur im Haus oder temperierten Gewächshaus: ab Februar bis März (für die Blüte bereits im ersten Jahr)

Freilandaussaat von Mitte Mai bis Ende Juli direkt ins Beet für die Blüte im nächsten Jahr

 Mehrjährige (Stauden): 

Vorkultur im Haus oder Gewächshaus: ab Februar bis März (für die Blüte bereits im ersten Jahr)

Freilandaussaat von Mitte Mai bis Ende Juli direkt ins Beet für die Blüte in den folgenden Jahren

 Gemüse & Kräuter: 

Freilandaussaat Mitte Mai bis Mitte Juni direkt ins Beet

 Kübelpflanzen & Zimmerpflanzen:

ganzjährig im Haus aussäen und nur im Sommer ins Freie bringen

 

 Immer noch Schnecken im Garten ?

 Wenn Sie immer noch viele Schnecken im Garten haben, hilft vielleicht ein Tipp, der Ihren Schnecken den Appetit verdirbt.

Einige einjährige Sommerblumen werden stets von Schnecken gemieden. Wenn man konsequent diese Sommerblumen in die Beete einfügt, kann dies zur erfolgreichen Schneckenabwehr führen.

Folgende Blumen werden von den Schnecken in den meisten Fällen gemieden:

Samtblumen (Scabiosa), Jungfer im Grünen (Nigella), Schmuckkörbchen (Cosmos), Sonnenhut (Rudbeckia), Schnee auf dem Berge (Euphorbia),  Zinnien (Zinnia), Bartnelken (Dianthus barbatus), Bartfaden (Penstemon), Schafgarbe(Achillea), Löwenmaul (Antirrhinum), Ringelblume (Calendula), Kapuzinerkresse (Tropaeolum).

Ein weitere Maßnahme ist selbstverständlich der richtige Pflanzabstand zwischen den Blumen und ein gepflegtes Beet. Schnecken halten sich gern im Verborgenen auf, vorzugsweise in schattigen, feuchten, frisch gemulchten Gartenecken mit zu dichtem Pflanzabstand.

Die Anlage der Beete im Stil eines Bauerngartens mit Buchsbaumeinfassungen und Wege mit Rindensubstrat, vorzugsweise reine Pinienrinde hilft außerdem sehr erfolgreich zur Schneckenabwehr.

Übrigens, wenn Sie einen Igel oder Erdkröten im Garten haben, brauchen Sie sich nicht mehr um die Schnecken zu kümmern.